Neben allgemeinen Informationen zum Thema Arbeitslosigkeit, finden Sie hier aktuelle Meldungen, sowie Ansprechpartner, Links und Literaturtipps...
Arbeitslosigkeit
Allgemeines
Arbeitslos ist...
- wer vorübergehend nicht in einer Beschäftigung steht (z.B. weil der Arbeitsmarkt keine geeignete Beschäftigung bietet)
- wer eine versicherungsrechtliche Beschäftigung sucht und dabei den Vermittlungsbemühungen der Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung steht
- wer sich bei der Bundesagenture für Arbeit arbeitslos gemeldet hat
Mögliche individuelle Folgen der Arbeitslosigkeit, insbesondere der Langzeitarbeitslosigkeit, sind psychologische und gesundheitliche Probleme, Entqualifizierung (Entwertung der bisher erlangten Qualifizierung), gesellschaftlich-kulturelle Isolation und Verarmung. In vielen Fällen wirkt sich das auch auf die folgenden Generationen aus, denn die Kinder von Arbeitslosen besitzen von Beginn an keine Chancengleichheit.
Arbeit ist für viele Menschen ein psychosozialer Stabilisierungsfaktor und regelt Tagesstruktur und das soziale Umfeld. Während in ärmeren Ländern bei Arbeitslosigkeit auch heute noch die materielle Not im Vordergrund steht, sind es nach Meinung von Politikern in der Bundesrepublik Deutschland heute vor allem die psychosozialen Auswirkungen der Arbeitslosigkeit. Allerdings wird beklagt, dass sich die materielle Situation in Deutschland in jüngster Zeit wieder verschlechtert habe.
Zu den potenziellen psychologischen Folgen zählen Hoffnungslosigkeit, Selbstzweifel und Resignation. Da der persönliche Erfolg und die soziale Anerkennung stark von beruflichen Leistungen abhängen, fehlt dem Arbeitslosen die Bestätigung seiner Umwelt. Darüber hinaus wird kritisiert, dass infolge von Seiten der Politik in den Medien ausgetragenen "Faulheitsdebatten" ein Klima entstanden sei, das die Diskriminierung von Arbeitslosen begünstige.
Stärker betroffen sind ältere Arbeitslose, die jahrelang an feste Arbeitsstruktur gewöhnt waren und alleinstehende Männer, die zu vermehrter Isolation neigen. Folgen können Depressionen, Suchterkrankungen und eine durch Hoffnungslosigkeit und Lebensunlust erhöhte Suizidneigung sein. So kann es zum Abbruch von sozialen Kontakten kommen. Gerade bei Jugendlichen ist Arbeitslosigkeit bedenklich, da ihnen so ein Mittel zur Identitätsentwicklung fehlt..
Hohe Arbeitslosigkeit kann sich auch auf die Arbeitskräfte auswirken, die Arbeit haben. Die Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes erzeugt einen starken psychischen Druck. Daher werden Arbeitsplätze wegen des damit verbundenen Risikos auch seltener gewechselt und man verharrt in einer sicheren Tätigkeit, selbst wenn diese einen (z.B. infolge Mobbing) krank und depressiv macht.
Arbeitslosigkeit
Aktuelles
Ältere Arbeitslose: gefangen in der Gesetzgebungslücke
Verunsicherung bei Betroffenen
[11.01.2008] Das nicht abgeschlossene Gesetzgebungsverfahren zu Neuregelungen für Erwerbslose schafft große Verunsicherung bei Betroffenen und scheinbar auch bei der Bundesagentur für Arbeit. Nun sind die ersten Fälle bekannt geworden, bei denen ältere Arbeitslose vergeblich einen Antrag auf verlängerten Bezug von Arbeitslosengeld I stellen und sich vorsorglich arbeitsuchend melden wollten. Die zuständigen Arbeitsagenturen haben die Entgegennahme von Antrag und Arbeitssuchmeldung einfach verweigert.
Auf diese Problematik hatten die Koordinierungsstelle gewerkschaftlicher Arbeitslosengruppen (KOS) und der Erwerbslosenverein Verein Tacheles e.V. bereits zum Jahreswechsel in einer gemeinsamen Erklärung aufmerksam gemacht. Die beiden Erwerbslosenverbände raten Betroffenen, Widerspruch einzulegen und sich an die Sozialgerichte zu wenden, um Einbußen abzuwenden. Die längeren Bezugszeiten beim Arbeitslosengeld (ALG I) sowie die neuen Regeln zur Zwangsverrentung waren Ende letzten Jahres nicht mehr wie ursprünglich angekündigt vom Bundestag verabschiedet worden.
Die Ämter können zurzeit bereits Bezieher von Arbeitslosengeld II (ALG II) ab dem 60. statt wie zukünftig dem 63. Geburtstag auffordern, eine Rente mit Abschlägen zu beantragen. Die KOS empfiehlt Erwerbslosen generell gegen solche Aufforderungen Widerspruch einzulegen. [...]
Die KOS und Tacheles e.V. bieten auf ihren Internetseiten konkrete Hilfestellungen sowie Muster für Widersprüche und Anträge an die Sozialgerichte
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EU-Arbeitslosigkeit weiter bei sieben Prozent
In den 13 Ländern der Eurozone ging die Arbeitslosenrate im Oktober auf 7,2 Prozent zurück, in der EU bleibt sie unverändert
[03.12.2007] Der Rückgang der Arbeitslosigkeit in der EU setzt sich fort. In den 13 Ländern der Eurozone ging die Arbeitslosenrate im Oktober auf 7,2 Prozent zurück, verglichen mit 7,3 Prozent im September und 8,0 Prozent im Oktober 2006. In der gesamten EU lag sie bei 7,0 Prozent und damit unverändert zum Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr bedeutete das einen Rückgang um 0,8 Prozentpunkte, teilte das EU-Statistikamt Eurostat am Montag mit. Insgesamt waren in der EU im Oktober 16,5 Millionen Menschen ohne Job, schätzt Eurostat, verglichen mit 18,4 Millionen ein Jahr davor.
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